Ohne ZuwandererInnen gäbe es viele Branchen nicht mehr.
Das beste Beispiel sind wohl die Märkte.
Ohne ZuwanderInnen gäbe es vielerorts keine Nahversorgung mehr. Daher ist es nur gerecht, wenn zugewanderte UnternehmerInnen nicht nur ihre unternehmerischen Leistungen erbringen und Steuern zahlen, sondern auch in Funktionen der Wirtschaftskammer gewählt werden können.
Seit vielen Jahren ist es dem SWV Wien ein Anliegen, dass muttersprachliche Beratung in der Wirtschaftskammer Wien angeboten wird und zugewanderte UnternehmerInnen jenen Stellenwert
bekommen, der ihnen seit langem zusteht. Fritz Strobl: „Die zugewanderten UnternehmerInnen haben mittlerweile alle Branchen erobert und das ist gut so! Sie zahlen Steuern, beschäftigen
MitarbeiterInnen, bilden Lehrlinge aus und tragen erheblich zur Wertschöpfung in unserer Stadt bei. Ich freue mich, dass die Wirtschaftskammer Wien endlich aufgewacht ist und jetzt auch
‚ein bisschen’ mehr Service für zugewanderte Selbstständige bietet!“
Doch auch wenn die Wirtschaftskammer Wien nach und nach die langjährigen Forderungen des SWV Wien umsetzt, so verweigern Präsidentin Jank und ihr ÖVP- Wirtschaftsbund den zugewanderten
Selbstständigen seit Jahrzehnten das Recht auf ihre eigene Interessensvertretung in der Wirtschaftskammer – also auf das passive Wahlrecht -, wenn sie nicht die
österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Fritz Strobl: „Ich weiß schon, dass der ÖVP-Wirtschaftsbund jetzt wieder darauf pochen wird, dass zugewanderte UnternehmerInnen aus jenen
Ländern, wo ein gegenseitiges Abkommen besteht, sehr wohl für die Wirtschaftskammerwahl kandidieren dürfen. Ja, das ist korrekt! Aber es ist doch endlich mal an der Zeit, dass wir von
dieser Prinzipienreiterei abgehen und einen Anfang machen! Warum gehen wir nicht einen anderen Weg und kümmern uns nicht um gegenseitige Abkommen, sondern um das Recht der ZuwanderInnen?
Warum beschließen wir nicht einfach, dass wir auch ohne dieses Abkommen, den zugewanderten Selbstständigen das passive Wahlrecht geben? Warum schließt Präsidentin Jank Menschen, die so
wichtig für unsere Stadt sind, aus?
Was bedeutet das NEIN zum passiven Wahlrecht für alle zugewanderten Selbstständigen? „Das konstante NEIN des ÖVP Wirtschaftsbundes bedeutet, dass UnternehmerInnen aus der Türkei oder aus
China, die nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, NICHT für die Wirtschaftskammerwahl kandidieren und somit ihre KollegInnen NICHT vertreten dürfen“, erläutert Strobl.
Die Ansprechpartner der MigrantInnen im SWV finden Sie hier.
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